Batteriespeicher für eine sichere Energieversorgung
NION plant und entwickelt Batteriespeicherprojekte zur Stabilisierung der Stromnetze und Sicherung der Energieversorgung.
Mit mehr als 700 MW entwickelt NION eine der größten Pipelines für Batterieenergiespeichersysteme (BESS) in Deutschland. Wir entwickeln BESS-Projekte für Industrie- und Technologiekunden sowie für professionelle Investoren.
Warum Batteriespeicher?
Durch den Betrieb von Batteriespeichern sollen Abschaltungen dezentraler und primär erneuerbarer Erzeugungsanlagen entbehrlich werden und zudem ein wirtschaftlich ineffizienter Netzausbau reduziert oder bestenfalls vermieden werden. Sie tragen damit insbesondere zur Stabilisierung und Flexibilisierung der Netze bei.
Je nachdem, welchen Zweck der Betreiber erreichen möchte und der jeweilige Netzbetreiber erwünscht, können BESS im systemdienlichen, netzdienlichen oder marktdienlichen Einsatz betrieben werden.
System- und Netzdienlicher Betrieb
Bei einem system- oder netzdienlichen Betrieb wird es dem Übertragungsnetzbetreiber (systemdienlich) oder Verteilnetzbetreiber (netzdienlich) ermöglicht, das Speichersystem zur Flexibilisierung der Lastflüsse und damit zum Erhalt der Systemstabilität zu nutzen. Hier stehen die beiden Betriebsinstrumente der Teilnahme am Regelenergiemarkt (insbesondere der sog. Primärreserve oder Frequency Containment Reserve) sowie das Bereitstellen der Ressource für Redispatch- Maßnahmen im Vordergrund.
Regelenergiemarkt
Es liegt in der Verantwortung der Netzbetreiber, die infrastrukturkritische Aufgabe der Aufrechterhaltung der Stabilität und Qualität der Stromversorgung zu bewältigen. Zur Verwirklichung dieser Aufgabe muss sichergestellt werden, dass die Netzfrequenz im europäischen Verbundnetz nicht mehr als 0,2 Hz von der Normfrequenz (50 Hz) abweicht. Da die Veränderung der Lastflüsse aufgrund von Angebots- und Nachfrageschwankungen die Normfrequenz beeinflussen können, müssen solche Schwankungen über die sogenannte Regelenergie ausgeglichen werden. Regelenergie kann bei erhöhter Nachfrage in das Netz eingespeist und bei erhöhtem Angebot aus dem Netz entnommen werden. Durch den wachsenden Ausbau erneuerbarer Energien und der damit einhergehenden Volatilität sowie der mittel- bis langfristigen Abschaltung konventioneller Kraftwerke und dem damit einhergehenden Verlust an Momentanreserven wird ein deutlicher Zuwachs an Regelenergiebedarf prognostiziert. Wird dieser Bedarf an Regelenergie nicht zur Verfügung gestellt, kann sowohl regional als auch überregional keine lückenlose und hinreichend sichere öffentliche Versorgung mit Elektrizität gewährleistet werden.
Engpassmanagement (Redispatch)
Netzbetreiber sind gesetzlich ermächtigt und verpflichtet, Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zu ergreifen. Einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung leistet der sogenannte Redispatch, der gezielte Eingriff der Netzbetreiber in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken, um Leistungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen. Droht an einer bestimmten Stelle im Netz ein Engpass, werden Kraftwerke diesseits des Engpasses angewiesen, ihre Einspeisung zu drosseln, während Anlagen jenseits des Engpasses ihre Einspeiseleistung erhöhen müssen. Auf diese Weise wird ein Lastfluss erzeugt, der dem Engpass entgegenwirkt.
Marktdienlicher Betrieb
Die Preise an der europäischen Strombörse sind von Angebot und Nachfrage bestimmt, die bei dem zunehmenden Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtstromerzeugung insbesondere auf Jahreszeiten und Wetterverhältnisse signifikant reagieren. Bei volatilen Marktpreisen können Marktteilnehmer ihre Flexibilitäten einsetzen, um Preisspitzen abzufedern.